Schon allein die Vermutung das eigene Kind könne AD(H)S haben trifft die Familien hart. Häufig äußern außenstehende Personen den Verdacht, weil das Verhalten des Kindes nicht normgerecht ist, vielleicht anstrengend. Aber anders als andere, heißt das gleich behandlungsbedürftig zu sein? Zur Vermutung AD(H)S kommt es durch Auffälligkeiten im Alltagsverhalten und in der sozialen Interaktion mit anderen, Konzentrationsstörungen, usw.

Die Grundmerkmale laut Bundesärztekammer sind:
• Störung der Aufmerksamkeit mit Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen und die Tendenz, Tätigkeiten zu wechseln, bevor sie zu Ende gebracht wurden.
• Unruhiges Verhalten insbesondere mit Unfähigkeit, stillsitzen zu können.
• Impulsivität z. B. mit abrupten motorischen und / oder verbalen Aktionen, die nicht in den sozialen Kontext passen.

Wenn Sie sich die obigen Punkte durchlesen, betrifft das nicht jedes Kind irgendwann, weil es zum kindlichen Verhalten gehört? Brauchen Kinder nicht statt Ritalin wieder mehr ein kindgerechtes Umfeld mit Platz zum Toben und eine Gesellschaft, in der kindliches Verhalten nicht als störend empfunden wird? AD(H)S ist keine Krankheit, sondern eine Schlussfolgerung, die mehr oder minder schnell gestellt wird. Die Diagnose AD(H)S wird aufgrund von Berichten der Eltern, Diagnose-Checklisten, Fragebögen, Tests, usw. erstellt. Dazu muss man wissen, dass es kein beweisendes Testverfahren gibt! Wie gehen Eltern jetzt mit der gestellten Diagnose um? Auf jeden Fall empfiehlt es sich diese kritisch zu hinterfragen und Dinge wie den Medienkonsum, die Ernährung und die Freizeitgestaltung zu prüfen. Bei manchen Kindern ist gar eine Störung der Händigkeitsentwicklung ein Auslöser für das veränderte Verhalten. Eine klassisch homöopathische Behandlung berücksichtigt dies alles und beschäftigt sich nicht nur mit den offensichtlichen Symptomen sondern schaut auf die individuelle Entwicklung des Kindes seit der Schwangerschaft und der Geburt.
So wird das Kind in seiner Entwicklung unterstützt, statt in Therapiestress zu geraten oder es mit Medikamenten wie Ritalin ruhig zu stellen. Jedes Kind hat seine eigene Geschichte und braucht damit seine eigene Behandlung.