Mineralwasser

kann auch Nebenwirkungen haben

Ich möchte Ihnen heute von einem kleinen Patienten berichten.
Der Junge kam in meine Praxis, weil er seit vielen Wochen an Durchfall litt. Die Ärzte vermuteten eine chronische Darmentzündung.
Eine Behandlung mit Kortison wurde angedacht.
Die Eltern wollten vorher noch andere Behandlungsmethoden versuchen.
So kamen sie in meine Praxis.

Nach der ausführlichen Erstanamnese machte ich mich auf die Suche nach dem richtigen Mittel und fand Sulphur.
Die Mutter musste das Mittel bestellen und einige Tage auf die Lieferung warten.
In der Zwischenzeit suchte sie weiter nach möglichen Auslösern.
Wie so oft saß sie irgendwann, durch ihren Sohn geweckt, nachts wach in der Küche und grübelte über die mögliche Ursache.
Dabei fiel ihr Blick auf die Flasche mit Mineralwasser, aus der ihr Sohn immer zu trinken bekommt.
Sie las sich die Analyse durch und stellte fest, das von ihr verwendete stille Mineralwasser hatte einen Sulfat-Gehalt von 880 mg/L.
Für Säuglingsnahrung wird ein Grenzwert von max. 240 mg/L genannt.
Nun war auch klar, warum ich als homöopathisches Mittel auf Sulphur kam – das Kind machte eine sogenannte Arzneiprüfung durch.
Es hat Symptome entwickelt, WEIL es ständig große Mengen Sulfat zu sich genommen hat.
Die Mutter hat das Mineralwasser weggelassen und sofort hatte das Kind keinen Durchfall mehr, es hatte wieder mehr Appetit und bessere Laune.

Warum erzähle ich von dem Fall?
Üblicherweise wird für die ersten 6 Lebensmonate, maximal im 1. Lebensjahr der Gebrauch von Mineralwässern mit dem Hinweis „für Säuglingsnahrung geeignet“ empfohlen.
Dieses Kind war schon älter und trotzdem reagierte es auf die im Mineralwasser enthaltenen Stoffe.
In den meisten Fällen wird, vor allem in schulmedizinischer Behandlung, nicht nach den Ursachen geforscht, sondern man beschränkt sich auf die Unterdrückung der Symptome. In diesem Fall die angedachte Kortison-Therapie.

Und in vielen Fällen ist es gar nicht notwendig, mit den sogenannten „Kanonen auf Spatzen“ zu schießen.

Dieser Fall zeigt aber auch, wie klein manchmal die Einflüsse sind, die auf uns wirken und trotzdem unter Umständen große Probleme bereiten.
Das gilt für alle auf uns einwirkenden Umwelteinflüsse.

Sollten also irgendwann Beschwerden auftreten, lohnt es sich, das eigene Umfeld genau nach möglichen Ursachen zu durchforschen.

In manchen Fällen kann auch eine homöopathische Behandlung solche Quellen sichtbar machen. Z.B. kann sich eine Schwermetallbelastung im Beschwerdebild zeigen.

Falls Sie mehr über den Ablauf einer homöopathischen Behandlung wissen möchten, können Sie sich hier informieren.

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