21 Sep 2015
September 21, 2015

Miasma – was ist das?

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Was man genau unter “Miasma” verseht:

Manchmal benutzen Homöopathen Worte, die im normalen Sprachgebrauch eher unüblich sind. Dazu gehört der Begriff „Miasma“.

Üblicherweise wird Miasma definiert als:

miasma

Zusammenhang mit der Homöopathie

In der Homöopathie wird der Begriff „Miasma“ im Zusammenhang mit chronischen Krankheiten gebraucht.
Chronisch ist in der Homöopathie eine Erkrankung immer dann, wenn es keine Tendenz zur Selbstheilung mehr gibt.
Als Beispiel die akute Halsentzündung.
Eine Halsentzündung, die im Erkrankungsverlauf einen Anfang, einen Höhepunkt und ein Ende zeigt und nach ca. 7-10 Tagen wieder vorbei ist, ist eine akute Erkrankung.
Haben Sie aber alle 6 Wochen eine Halsentzündung kann man in der Homöopathie schon von einer chronischen Krankheit sprechen.
Noch deutlicher wird es bei Krankheiten wie Allergie, Neurodermitis, Asthma, Gicht, Rheuma,…. uvm. Hier besteht ja eindeutig keine Tendenz zur Selbstheilung.
Klassisch ist ein Miasma eine chronische Krankheit in Folge einer durchgemachten akuten Infektionskrankheit. Zu Samuel Hahnemanns Zeit Syphillis, Tripper, Krätze.
Diese Krankheiten (später kamen Tuberkulose und Krebs dazu, als bekannte Miasmen) führen zu einer miasmatischen Disposition (auf eine bestimmte Art und Weise zu erkranken) und diese Disposition wird an die nächsten Generationen vererbt.
Hahnemann beobachtete, dass seine Patienten so schwer erkrankten, wie es sich allein aus ihrer Lebensführung heraus nicht erklären ließ. Von Genen wusste Hahnemann noch nichts, aber er konnte durch Beobachtungen belegen, dass Erkrankungen wie Syphillis, Tripper,… in der Folge zu einer bestimmten Art von Krankheiten führten. Und er machte sich auf die Suche nach homöopathischen Mitteln, die diese Disposition positiv beeinflussen konnten.
Dieser Ansatz wird seit einiger Zeit von den Forschungsergebnissen der Epigenetik bestätigt. Nämlich, dass es vererbte Einflüsse auf die Entstehung von Krankheiten gibt.
Bei der Erforschung welche Einflüsse es genau sind, die sich in den folgenden Generationen auswirken und auf welche Art sie das tun, steht man in der Epigenetik noch ganz am Anfang.
In der Homöopathie allerdings ist es ein wichtiger Ansatz in der Behandlung von chronischen Krankheiten.