24 Jun 2016
June 24, 2016

Kindererziehung richtig

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Ferien – Zeit mit Kindern und warum Achtsamkeit so wichtig ist

Dieser Blog ist entstanden, weil ich in vielen Anamnesen beobachten konnte, wie erwachsene Menschen anfangen zu weinen, wenn sie über Ihre Kindheit sprechen.
Es gibt unendlich viele „Erziehungs“ratgeber. Und die meisten Eltern lesen leider viel zu viele dieser Ratgeber.
Es geht in der Erziehung nicht darum, ein Kind irgendwohin zu er“ziehen“. Sondern zu helfen, dass sich das Potential entfalten kann, was das Kind mitbringt.
Schon zur Geburt bringen Babys so unterschiedliche Charaktere mit – wer mindestens 2 Kinder hat, weiß wovon ich spreche.

Wie können für so unterschiedliche Wesen dieselben Konzepte passen?

Für viele Eltern ist in der Erziehung wichtig, dass
– die Babys nicht so lange schreien (was denken sonst die Nachbarn) – das ist wichtig aber aus anderen Gründen
– schon die Kleinkinder gut hören (sonst sieht das ja so aus, als hätte ich mein Kind nicht erzogen)
– die Schulkinder gute Noten schreiben (damit die Lehrer beeindruckt sind)
– die Jugendlichen nicht aus der Reihe tanzen und weiter gute Noten schreiben (damit sie nicht auffallen und später mal einen „guten“ Beruf bekommen)
An jedem dieser Lebensabschnitte orientiert sich der Umgang mit dem Kind an der Wirkung nach Außen oder auch an den Bedürfnissen der Eltern (Kinder früh ins Bett, aufgeräumte Zimmer,…) und nicht am Bedürfnis des Kindes.
Sicher muss man Kindern einen Rahmen geben. Grenzen setzen, die für ein soziales Miteinander in dieser Gesellschaft wichtig sind und auch brauchbare Schulnoten helfen sicherlich später bei der Gestaltung des weiteren Berufslebens.
Die Frage ist immer, WIE und um welchen Preis man mit seinen Kindern umgeht.
Eltern sind in der Interaktion mit ihren Kindern immer die Überlegenen. Leider wird viel zu häufig diese Überlegenheit gegen die Kinder ausgespielt.
Am Ende muss immer die Beziehung zum Kind das wichtigste Kriterium sein, wenn ich als Eltern meinen Umgang mit dem Kind beurteilen möchte.
Was nützen dem Kind gute Schulnoten, wenn es dafür schon in frühen Jahren das Vertrauen und die Achtung vor den Eltern verloren hat oder sich gar permanent unterordnen musste.
Ein Kind darf sich niemals unterlegen fühlen oder gar der Willkürlichkeit der elterlichen Entscheidung ausgeliefert sein.
Die Eltern sind die ersten und wichtigsten Personen im Leben des Kindes, die Schutz und Sicherheit bieten – und das sollte auch immer so bleiben.
Wir wollen aufrechte Menschen, die wissen was sie wollen und ihre Bedürfnisse kennen.
Viel zu oft leiden Menschen viele Jahre daran ihre Bedürfnisse nicht zu kennen oder sie trauen sich nicht, sich dafür einzusetzen.
Wie auch, wenn ihnen schon als Kind beigebracht wurde, dass die eigenen Bedürfnisse nicht zählen.


Schon wenige unbedacht geschimpfte Worte, die permanente Kritik oder noch viel schlimmer – die ausgerutschte Hand – zerstören im Kind etwas von dem Vertrauen und Gefühl des beschützt seins.
Nicht wenige Erwachsene erinnern sich in meinen Anamnesen an solche Situationen oder Sätze, die von den Eltern gesprochen wurden und sind noch Jahrzehnte später von eben diesen Sätzen tief verletzt und getroffen.
Kein aufgeräumtes Zimmer und keine Schulnote dieser Welt ist das wert!
Immer wieder stelle ich fest, dass genau diese Situationen zu chronischen Erkrankungen führen. Häufig sind dies die Zusammenhänge für die Entstehung von z.B. Heuschnupfen oder Neurodermitis.
Diese chronischen Beschwerden lassen sich homöopathisch Behandeln und auch die seelischen Verletzungen lassen sich heilen – Stück für Stück. Am schönsten wäre es aber, wenn es gar nicht zu diesen seelischen Verletzungen und den häufig daraus folgenden chronischen Erkrankungen kommt.
Im Interesse Ihrer Kinder – überdenken Sie in der Interaktion mit Ihren Kindern immer Ihre Motivation. Geht es wirklich ums Kind, oder sind Sie gerade mit den Nerven am Ende? Das dürfen Sie sein, aber dann sagen Sie das ihrem Kind und machen Sie nicht das Kind dafür verantwortlich.
Ihr Kind liebt Sie und möchte es gut und richtig machen – aber das gelingt halt nicht immer.

Seien Sie achtsam in der Kommunikation mit Ihren Kindern!
In diesem Sinne wünsche ich allen Familien großartige Ferien und eine achtsame Zeit!