21 Jan 2014
January 21, 2014

Fieber natürlich behandeln

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Naturheilkunde

Es ist immer noch Erkältungszeit und auch hier weiß sich der Körper selbst gut zu helfen.

Fieber – warum entsteht es?

Sind zu viele Krankheitserreger im Körper vorhanden, entsteht Fieber. Die meisten Krankheitserreger sind thermolabil, d.h. sie reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen. Es ist somit in den allermeisten Fällen nicht sinnvoll das Fieber zu senken.
Ein gesunder Körper kann das Fieber so hoch werden lassen, wie es nötig ist, kann das Fieber dann in der Höhe begrenzen und halten und kann auch wieder sanft entfiebern. Die meisten Eltern sind in der richtigen Behandlung des Fiebers unsicher und deshalb möchte ich hier etwas über einen typischen Fieberverlauf schreiben und wenn man das Fieber behandeln möchte, wann das sinnvoll ist.

Fieberphasen

Sind die Extremitäten (also Hände und Füße) kalt, steigt das Fieber noch weiter an, egal wie hoch die Temperatur schon ist. In dieser Phase hat der Patient meist weder Hunger noch Durst. Manche Patienten übergeben sich gar, um den Körper nicht mit Verdauungsarbeit zu belasten. In dieser Phase ist es hilfreich den Körper dabei zu unterstützen die Temperatur zu erhöhen. Man kann jetzt den Patienten warm zu decken und ggf. mit einer Wärmflasche unterstützen. Ist die benötigte Temperatur erreicht (die Höhe variiert von Patient zu Patient und von Erkrankung zu Erkrankung) werden die Extremitäten wieder warm und der Körper kann so die Temperatur regulieren. Manche fangen in dieser Phase an zu schwitzen, oft kommt dann der Durst zurück, vielleicht hat der Patient sogar wieder Appetit. Jetzt sollte der Patient nicht mehr warm zugedeckt sein, ggf. kann man jetzt mit Wadenwickeln unterstützen.

Die Entscheidung ob man den fiebernden Patienten behandeln sollte oder nicht hängt vor allem vom Zustand des Patienten ab, weniger von der Höhe des Fiebers. Manche leiden schon sehr bei Temperaturen von 38,5 Grad, andere, vor allem Kinder, spielen noch mit 39,5 Grad und brauchen keine Behandlung. Wenn man das Fieber behandeln möchte, ist es sinnvoll das mit dem Fieberverlauf zu tun. Sprich, sind die Extremitäten kalt, sollte das Fieber nicht gesenkt werden. Auch Wadenwickel sind in dieser Phase eher eine Belastung für den Körper.

Natürliche Methoden der Fieberbehandlung senken das Fieber nicht um mehrere Grad. Vielmehr geht es darum, den Patienten zu stärken, so dass er gut mit dem Fieber umgehen kann. Nach der Gabe von homöopathischen Behandlungen kann es gar sein, dass das Fieber sogar kurzfristig noch etwas steigt, um dann in eine erträglichere Temperatur zu sinken.

Wird das Fieber mit schulmedizinischen Mitteln gesenkt, ist das Ergebnis oft, dass die Erkrankung länger dauert oder gar verschleppt wird. Weil das Fieber in einem Bereich gehalten wird, der für die Erreger nicht ausreichend hoch ist, so dass die Erreger nicht zerstört werden. Versucht der Körper trotzdem ein ausreichend hohes Fieber zu erzeugen und muss gegen den Fiebersenker arbeiten kann es zu Komplikationen kommen. Zu Vorsicht ist auch bei homöopathischen Fieberzäpfchen geraten. Ist in diesen Mitteln Belladonna in einer tiefen Potenz enthalten (meist D2), besteht die Gefahr eines Fieberkrampfes. Wenn die Behandlung homöopathisch erfolgt, dann am besten mit gut gewählten Einzelmitteln.