25 Feb 2014
February 25, 2014

Diana Osterhage – persönlich

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Naturheilpraxis_Hannover_Osterhage

Seit 2009 leitet Heilpraktikerin Diana Osterhage in Hannover Ihre eigene Praxis für Naturheilkunde. Mit der Eröffnung der Praxis hat Diana Osterhage ihre Interessen zum Beruf gemacht. Wir haben Diana Osterhage getroffen und wollten noch weitere interessante Details über sie erfahren.

  1. Wie viele Heilpraktiker gibt es in Hannover?

    Wie viele Heilpraktiker sind in Hannover vertreten?

    Es gibt viele Heilpraktiker in Hannover, aber ich mache klassische Homöopathie. Ein Heilpraktiker ist neben dem Arzt der Einzige in Deutschland, der eine Diagnose stellen darf und selbstständig behandeln darf. Wie der Heilpraktiker behandelt, dass kann er sich im Grunde genommen selbst aussuchen. Er kann klassische Homöopathie machen, er kann aber auch Klangschalenmassage machen, Osteopathie, Akkupunktur, Kräutertee oder Schröpfen.
    Aber nicht jeder Heilpraktiker ist ein klassischer Homöopath, denn es ist nicht jeder Heilpraktiker in klassischer Homöopathie ausgebildet. Die klassische Homöopathie braucht eine weitere, 3-jährige Ausbildung. Die homöopathische Behandlung läuft nur optimal, wenn der Heilpraktiker dementsprechend ausgebildet ist und das Wissen hat die Mittel richtig einzusetzen und den Verlauf der Behandlung zu beurteilen. Deswegen gibt es viele Heilpraktiker, aber von denen machen nicht alle klassische Homöopathie.  Wie viele klassische Homöopathen es in Hannover gibt, das ist leider nirgends gemeldet.

  2. Warum haben Sie sich auf Frauen und Kinder spezialisiert?

    Wie kam es zur Spezialisierung auf Frauen und Kindern?

    Ich habe mich auf Frauen und Kinder spezialisiert, weil ich über Dinge spreche, die ich selber erlebt habe. Ich war selbst schwanger, ich habe selbst Kinder zur Welt gebracht, ich habe selber gestillt, ich weiß wie das ist, wenn Kinder groß werden, ich kenne mich aus, wie man ein Kind richtig trägt. Das sind Erfahrungen, die ich außerhalb der Homöopathie gesammelt habe und das ist wohl ein Grund, warum Frauen und Kinder zu mir kommen. Es ist wichtig sich mit seinen Behandlungen auszukennen, wenn man helfen möchte. 

  3. Wie sind Sie zur Homöopathie gekommen?

    Wie entstand der Weg zur Homöopathie?

    Ungefähr 1990 habe ich mich selbst von einem Arzt mit tibetischer Medizin behandeln lassen. Privat hatten wir auch Kontakt und haben zusammen angefangen tibetische Ärzte nach Deutschland einzuladen. Angelehnt an die chinesische Medizin ist die tibetische Medizin selbst noch ein eigener Behandlungszweig. Gemeinsam haben wir ein Zentrum für tibetische Kultur und Buddhismus gegründet. In dieser Zeit war es der Kontakt, der mich dazu gebracht hat, dass ich mich mit anderen Konzepten beschäftigt habe, als nur mit schulmedizinischer Behandlung. Damals bin ich selbst noch einer kaufmännischen Tätigkeit nachgegangen und habe gemerkt, das es ist nicht das ist, was ich mein Leben lang machen möchte. Deswegen habe ich mich entschlossen einen anderen Weg zu gehen und habe die Ausbildung zum Heilpraktiker absolviert. Anschließend noch eine dreijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie. Somit habe ich mein Interesse zum Beruf gemacht, deswegen habe ich morgens auch nicht das Gefühl, dass ich zur Arbeit gehe. 

  4. Warum haben Sie sich auch gerade auf Schwangere spezialisiert?

    Wie kamen Sie auf die Zielgruppe der Schwangeren?

    Ich habe das selbst erlebt und dadurch viele andere Schwangere kennen gelernt. Dadurch weiß man, welche Probleme eine Schwangere in der Zeit hat und das Ihnen an vielen Stellen nicht gut geholfen wird. Viele der schulmedizinischen Medikamente werden an Schwangere nicht abgegeben. Bei einer Erkältung beispielsweise bleibt oft nur der Kräutertee. Diese Situation sollte sich für Schwangere verbessern. Auch wissen viele Schwangere nicht, dass sie sich vom Ausstellen des Mutterpasses bis zur Geburt in die Hände einer Hebamme begeben können, die meisten suchen leider eher den Frauenarzt auf.

  5. Sind sie so zu sagen wie eine Ersatzhebamme?

    Als Ersatzhebamme tätig?

    Die Hebamme darf das Kind zur Welt bringen, ich kann die Schwangere begleiten bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Wehen einsetzen. Dann kann ich sie auch noch homöopathisch zusammen mit der Hebamme behandeln, aber ab dem Zeitpunkt wo die Wehen beginnen, gehört die Frau in die Hände einer Hebamme. Wenn das Kind dann geboren ist, kann ich sie wieder homöopathisch begleiten, in der Wochenbettzeit oft gemeinsam mit der Hebamme.
    Die Hebamme kann den Mutterpass ausstellen, die Vorsorge machen, das Kind zur Welt bringen, sie braucht keinen Frauenarzt zur Hilfe. Wohingegen der Frauenarzt die Hebamme zur Entbindung braucht.
    Man hat immer die beste Versorgung, wenn man zur Hebamme geht, weil sie verpflichtet ist, wenn sie Komplikationen feststellt an den Arzt zu verweisen. Umgekehrt muss der Arzt nicht die Hebamme dazu befragen. 

  6. Was zeichnet gerade Sie als Homöopathin aus?

    Was sind Ihre Auszeichnungen als Homöopathin?

    Die Homöopathie als Heilmethode, die eben das ganze berücksichtigt, also auch die familiären Einflüsse, die es vielleicht gibt. In Kombination damit, dass ich nicht die Brustentzündung behandeln muss, weil ich der Frau beim Stillen zeigen kann, wie sie ihr Kind richtig hält. Ein anderer Homöopath behandelt die Brustentzündung. Ich kann an die Ursache gehen, es richtig zeigen, um so der Entzündung vorzubeugen.  Der andere Homöopath muss dann an die Hebamme verweisen.
    Dadurch hat sich das Spezialgebiet für Schwangere und auch während der Stillzeit ergeben. Ich kenne sonst auch keinen anderen Homöopathen, der in diesem Gebiet tätig ist.
    Im Gegenzug gibt es auch noch keinen bekannten Homöopathen, der sich auf Männer spezialisiert hat. Obwohl es Sinn macht, schließlich haben die Männer auch männliche Beschwerden, die sie vielleicht lieber mit einem Mann besprechen möchten. 

  7. Zukünftig Tag der offenen Tür?

    Werden Sie in Zukunft ein “Tag der offnen Praxis” veranstalten?


    Tag der Homöopathie macht für mich Sinn, um die Homöopathie von dem Heilpraktiker abzugrenzen. Viele Heilpraktiker behandeln z.B. mit Komplexmitteln und das bringt die Homöopathie in ein schlechtes Licht. Viele Patienten kennen den Unterschied gar nicht und wissen nicht, dass nicht jeder Heilpraktiker nicht automatisch auch Homöopath ist. Viele haben dabei einen falschen Sprachgebrauch.
    Man kann sich selbst auch einen Kräutertee gegen die Blasenentzündung kaufen. Aber ein Heilpraktiker braucht eine Ausbildung, eine Prüfung und eine Zulassung vom Gesundheitsamt, sonst darf er erst gar nicht behandeln.
    Neben der Homöopathie ist in meinen Augen nur die chinesische Medizin eine Heilmethoden, die sie so in die Tiefe der Ursache gehen. Das Ziel ist, dass sie nicht alle vier Wochen wegen des Hustens wieder kommen müssen. 

  8. Zukünftig neuere Behandlungsmethoden?

    Wird es in Zukunft neuere Behandlungsmethoden geben?

    Es gibt ja immer wieder neuere Krankheiten, die die Menschen bekommen. Das Spektrum der diagnostizierbaren Erkrankungen steigt mit der Anzahl der verkäuflichen Medikamente.
    Homöopathen sind Generalisten, da braucht es keine neue Therapiemethode. Hahnemann hat gesagt: „ mach‘s nach, aber mach‘s genau nach“ und da sehe ich die Gefahr, dass es sehr, sehr viele Strömungen in der Homöopathie gibt, die es nachmachen, aber eben nicht genau. Also sich nicht mehr nach Hahnemann arbeiten. Da kommen dann viele andere Themen mit rein, da wird zum Teil sehr viel psychologisiert und interpretiert. Es braucht keine neue Heilmethode, sondern es braucht die, die handwerklich gut und sauber gehandhabt wird. Dadurch ist man auch in der Lage schwere Krankheiten zu behandeln.
    Was die Homöopathie bräuchte, wären weitere gut geprüfte Mittel. Der Schatz der Homöopathie ist, dass es Mittel gibt, von denen man weiß welche Beschwerden sie heilen können, weil es Arzneiprüfungen gibt.
    Es gibt noch ganz viele Schätze in Heilpflanzen, die noch nicht entdeckt sind. In Südamerika beispielsweise, dort wo die Eingeborenen behandeln, wird das Wissen über die Pflanzen über Jahrhunderte weitergegeben und es funktioniert noch immer. Wenn wir all diese Pflanzen mit dem schon bekannten Wissen darüber für die Homöopathie zur Verfügung hätten, würde das die Möglichkeiten der Behandlung immer weiter verfeinern.

    Wenn man diesen Schatz für die Homöopathie heben könnte,  würde das noch viel mehr eröffnen.

  9. Also basiert Homöopathie grundsätzlich auf natürlichen Mittel?

    Homöopathie verwendet nur natürliche Mittel?

    Vom Grundsatz her schon, wobei es mittlerweile auch potenzierte Medikamente oder Mittel aus Krankheitserregern gibt. Also es gibt z.B. Impfstoffe und Psychopharmaka aus denen homöopathische Mittel hergestellt werden. Für mich ist die Homöopathie so brandaktuell als Heilmethode, dass wir keine neuen Methoden brauchen, sondern ein noch größeres Repertoire an gut geprüften Mitteln. 

  10. Wird ihre Praxis gut nachgefragt?

    Wird ihre Praxis gut besucht?

    Durch einen zusätzlich guten Internetauftritt und über Mund zu Mund Propaganda erzählen die Leute über mich und meine Arbeit. Natürlich muss man erstmal krank sein und sich dann erinnern, was einem erzählt wurde oder man schaut im Internet nach und wer da gefunden wird, der wird angerufen. Ich denke das Konzept meiner Praxis mich auf Frauen und Kinder zu spezialiseren überzeugt viele.

  11. Sind die Patienten von der Homöopathie überzeugt?

    Müssen die Patienten von der Homöopathie überzeugt werden?

    Sie sind zumindest von dem Konzept der Praxis überzeugt. Sie wissen, dass ich mich spezialisiert habe und sie sind überzeugt davon, dass die Schulmedizin ihnen nicht mehr weiter hilft. Die Art und Weise wie Homöopathie funktioniert lassen sich viele erklären, aber jemand der sagt, das bringt doch eh nichts, der würde wahrscheinlich gar nicht erst kommen. Frauen sind da schon eher aufgeschlossen auch wenn sie nicht genau wissen wie das funktioniert, vertrauen sie mir.

    MEIN TIPP:

    Die Menschen sollten bevor sie zum Arzt gehen lieber zum Homöopathen gehen, weil sie dann den Arzt oft gar nicht mehr brauchen. Zusätzlich hoffe ich, dass es in 20 Jahren mehr Standing der Menschen zur Homöopathie geben wird.