Homöopathie, Einzelmittel oder Komplexmittel?

Wir klären auf – homöopathische Mittel durch Heilpraktikerin Frau Osterhage

Viele kennen homöopathische Mittel aus der Apotheke.
Sie gehen mit einer Beschwerde, z.B. Erkältung, oder Zahnungsbeschwerden oder Fieber,…. in die Apotheke und dort bekommen Sie ein homöopathisches Medikament.
Beispielsweise Meditonsin ®, Osanit®, Viburcol®,….
In diesem Medikamenten werden verschiedene Einzelmittel zu einem neuen Medikament zusammengestellt. Das heißt solche Komplexmittel bestehen aus mehreren verschiedenen Einzelmitteln.
Das problematische an solchen homöopathischen Komplexmitteln ist, dass durch das gemeinsame Potenzieren von verschiedenen Einzelmitteln, ein neues homöopathisches Mittel entsteht, von dem die Wirkweise nicht bekannt ist.
Eine korrekte homöopathische Behandlung orientiert sich an den Symptomen, die der einzelne Patient hat. Beispielsweise können Halsschmerzen stechend sein, drücken, oder kratzen.
Es kann die rechte Halsseite betroffen sein, oder die linke. Es kann Wärme bessern oder auch Kälte.
Und jedes Einzelmittel hat ganz bestimmte Symptome, so dass das Mittel am besten wirkt, dass die Symptome am besten abdeckt.
Wenn jetzt durch gemeinsames potenziert werden ein neues homöopathisches Mittel entsteht, kann es nur bei den Beschwerden helfen, auf die es passt. Dazu muss man aber wissen, für welche Symptome das Mittel eingesetzt werden kann. Dazu braucht es eine sogenannte Arzneiprüfung (darauf gehe ich in einem anderen Blog-Beitrag ein).
Eine solche Arzneiprüfung liegt aber für die Komplexmittel nicht vor.

Weitere Informationen zur Homöopathie mit Komplexmitteln

Dazu entspricht die Dosierungsempfehlung bei homöopathischen Komplexmitteln eher einer schulmedizinischen Dosierung. Hilft das Mittel nicht wenn man es 1x pro Stunde einnimmt, soll man es alle 30 Minuten einnehmen – also die Dosierung erhöhen.
Das ist eine gänzlich unhomöopathische Dosierungsempfehlung.
Das RICHTIGE homöopathische Mittel hilft und das recht schnell.
Hilft das Mittel nicht, kann man aufhören es zu nehmen, dann muss die Dosierung nicht erhöht werden, denn dann ist es nicht das richtige Mittel.
Bei der häufigen Gabe der Komplexmittel (dazu sind die meisten Komplexmittel nicht sehr hoch potenziert – meist nur bis zur D6), besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass der Patient neue Symptome entwickelt WEIL er das Komplexmittel zu häufig einnimmt.
Eine gute homöopathische Behandlung orientiert sich an den individuellen Symptomen des Patienten und daraufhin wird das passende Einzelmittel verordnet.
Bessern sich die Beschwerden, kann die Dosierung angepasst werden, d.h. das Mittel kann seltener genommen werden (zur richtigen Dosierung von homöopathischen Einzelmitteln wird es auch einen weiteren Blog-Beitrag geben).

Homöopathische Selbstbehandlung

Homöopathische Selbstbehandlung

Die Homöopathie geht auf Samuel Hahnemann zurück (1755-1843). Samuel Hahnemann war mit den medizinischen Möglichkeiten seiner Zeit unzufrieden und so machte er sich auf die Suche nach einer schnellen und sanften Heilmethode, die nicht auf Erfahrung und „Hören-Sagen“ beruht, sondern die auf einem wissenschaftlichen Fundament steht (Arzneimittelprüfung,…).
Im Eigenversuch fand Samuel Hahnemann heraus, dass ein Mittel, dass bei einem Gesunden bestimmte Symptome hervorruft, einen Kranken mit diesen Symptomen heilen kann -> „simila similibus curentur“ (Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden (Ähnlichkeitsprinzip)).

Übrigens kennen wir das Ähnlichkeitsprinzip bereits aus unserem Alltag:
– Haben wir im Winter kalte Hände, reiben wir diese mit kaltem Schnee ab
– Haben wir uns verbrannt, wird die Wunde nicht mehr gekühlt sondern mit lauwarmem Wasser gespült.

Die Wahl des Mittels ist symptombezogen und nicht krankheitsbezogen.
D.h. Ihr Kind hat 3x Husten und 3x kann ein anderes Mittel das richtige sein.
Ein homöopathisches Mittel stimuliert die Selbstheilungskräfte und somit wird das Immunsystem gestärkt, da es sich selbst mit den Krankheitserregern auseinandersetzen kann.

Ähnlich wie bei anderen ganzheitlichen Heilmethoden (z.B. Akupunktur, Ayurveda, Chi Gong,…) ist es das Ziel der Homöopathie das energetische Gleichgewicht wieder herzustellen.
Man geht davon aus, dass der Mensch nur bei einem energetischen Ungleichgewicht anfällig für Krankheiten ist.

Eine Gruppe von 10 Personen ist mit dem gleichen Erreger konfrontiert und nicht alle 10 Personen erkranken.
Die, die erkranken zeigen wahrscheinlich individuell unterschiedliche Symptome.
Diese Symptome leiten uns in der Homöopathie zum richtigen Mittel.

Aus diesen Gründen gelingt eine Selbstbehandlung nicht immer, da es schwierig ist, die Symptome zu finden und korrekt einzuordnen.
Eine homöopathische Behandlung hat z.B. bei chronischen Mandelentzündungen das Ziel, dass es nicht immer wieder zu Halsentzündungen kommt und nicht dass diese dann alle 6 Wochen homöopathisch behandelt werden.

Das Potenzieren

Beim Potenzieren werden die Grundsubstanzen schrittweise in einem bestimmten Verhältnis verdünnt und rhythmisch verschüttelt.
Durch diesen Prozess wird die Wirkung verstärkt und Nebenwirkungen werden verhindert.
Es gibt D, C, LM-Potenzen (M ist eine Abkürzung für eine C1000)
D = Verdünnung im Verhältnis 1:10
C = Verdünnung im Verhältnis 1:100
LM = Verdünnung im Verhältnis 1:50.000

Bis D12 spricht man von Tiefpotenzen, D30/C30 sind mittlere Potenzen und Potenzen >D30/C30 sind Hochpotenzen.
Je höher die Potenz, desto sanfter, sicherer und schneller wirkt das Mittel.
Bei Tiefpotenzen besteht die Gefahr einer stärkeren Erstreaktion.

Nebenwirkungen / Einnahme

Bei der Einnahme von homöopathischen Mitteln kann es zu einer Erstverschlimmerung kommen.
Diese Reaktion ist positiv zu bewerten, da die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt sind.
Erstverschlimmerungen können z.B. Fieber oder ein kurzfristiger Fieberanstieg sein oder tatsächlich eine Verschlimmerung der bestehenden Symptome.
Grundsätzliche werden keine weiteren Mittel gegeben, sobald eine Reaktion stattfindet.
Vor einer erneuten Gaben sollte nach einer Reaktion geprüft werden, ob tatsächlich das gleiche Mittel wieder gegeben werden soll oder ob nun ein anderes Mittel das richtige ist.
Die Mittel sollten vor der Einnahme nicht berührt werden, also direkt aus dem Fläschchen auf einen Plastik-Löffel gegeben werden.
Bei kleinen Kindern/Säuglingen geben Sie die Mittel bitte direkt aus dem Fläschchen in den Mund des Kindes und nicht erst auf die Hand der Mutter (dann lieber in die Hand des Kindes).
Kaffee, Menthol oder Drogen (z.B. Alkohol oder Schmerzmittel) können die Wirkung eines homöopathischen Mittels herabsetzen.
Wird ein falsches Mittel eingenommen, wirkt es nicht. Bitte nehmen Sie dann das falsche Mittel auch nicht weiter ein.
Je akuter der Zustand ist, je schneller hilft das homöopathische Mittel. Hilft das gewählte Mittel nicht kurzfristig, ist es nicht das richtige Mittel.
Dann wenden Sie sich bitte an einen in klassischer Homöopathie ausgebildeten Heilpraktiker.
Bei einer weiteren Einnahme eines falschen Mittels kann es zu Prüfungssymptomen kommen, die zwar nach Absetzen des Mittels wieder verschwinden, dennoch das Gleichgewicht des Organismus nachhaltig stören können.
Deswegen ist wichtig: Einnehmen und Abwarten!

Mittelempfehlungen

Mittelempfehlungen kann ich hier nicht geben, da die Wahl des Mittels ja wie oben beschrieben in jedem Fall individuell ist.
Meine Patienten sammeln im Laufe der Zeit ihre Erfahrungen mit den einzelnen Mitteln und wissen, was z.B. bei der letzten Erkältung gut geholfen hat und können so auch erst einmal selber versuchen sich zu behandeln.
Wenn sie damit nicht erfolgreich sind, können Sie sich in meiner Telefonsprechstunde beraten lassen.
Die diverse Bücher, die im Handel erhältlich sind und bei der Mittelfindung helfen sollen, sind leider fachlich von schlechter Qualität.
Die vorgestellten Mittel sind auf wenige Symptome reduziert und helfen leider nur selten bei der Suche nach dem im individuellen Fall richtigen homöopathischen Mittel.

ADHS – eine Diagnose wie ein Hammerschlag

Schon allein die Vermutung das eigene Kind könne AD(H)S haben trifft die Familien hart. Häufig äußern außenstehende Personen den Verdacht, weil das Verhalten des Kindes nicht normgerecht ist, vielleicht anstrengend. Aber anders als andere, heißt das gleich behandlungsbedürftig zu sein? Zur Vermutung AD(H)S kommt es durch Auffälligkeiten im Alltagsverhalten und in der sozialen Interaktion mit anderen, Konzentrationsstörungen, usw.

Die Grundmerkmale laut Bundesärztekammer sind:
• Störung der Aufmerksamkeit mit Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen und die Tendenz, Tätigkeiten zu wechseln, bevor sie zu Ende gebracht wurden.
• Unruhiges Verhalten insbesondere mit Unfähigkeit, stillsitzen zu können.
• Impulsivität z. B. mit abrupten motorischen und / oder verbalen Aktionen, die nicht in den sozialen Kontext passen.

Wenn Sie sich die obigen Punkte durchlesen, betrifft das nicht jedes Kind irgendwann, weil es zum kindlichen Verhalten gehört? Brauchen Kinder nicht statt Ritalin wieder mehr ein kindgerechtes Umfeld mit Platz zum Toben und eine Gesellschaft, in der kindliches Verhalten nicht als störend empfunden wird? AD(H)S ist keine Krankheit, sondern eine Schlussfolgerung, die mehr oder minder schnell gestellt wird. Die Diagnose AD(H)S wird aufgrund von Berichten der Eltern, Diagnose-Checklisten, Fragebögen, Tests, usw. erstellt. Dazu muss man wissen, dass es kein beweisendes Testverfahren gibt! Wie gehen Eltern jetzt mit der gestellten Diagnose um? Auf jeden Fall empfiehlt es sich diese kritisch zu hinterfragen und Dinge wie den Medienkonsum, die Ernährung und die Freizeitgestaltung zu prüfen. Bei manchen Kindern ist gar eine Störung der Händigkeitsentwicklung ein Auslöser für das veränderte Verhalten. Eine klassisch homöopathische Behandlung berücksichtigt dies alles und beschäftigt sich nicht nur mit den offensichtlichen Symptomen sondern schaut auf die individuelle Entwicklung des Kindes seit der Schwangerschaft und der Geburt.
So wird das Kind in seiner Entwicklung unterstützt, statt in Therapiestress zu geraten oder es mit Medikamenten wie Ritalin ruhig zu stellen. Jedes Kind hat seine eigene Geschichte und braucht damit seine eigene Behandlung.

Homöopathie in Schwangerschaft und Stillzeit

Viele Frauen wünschen sich in Schwangerschaft oder Stillzeit eine homöopathische Behandlung für z.B. Schwangerschaftsübelkeit, Sodbrennen, grippale Infekte oder Brustentzündungen und andere Stillprobleme.
Wie bei allen anderen Beschwerden setzt eine gute Behandlung eine ausführliche Erstanamnese voraus. Es gibt in der Homöopathie keine Standardmittel gegen bestimmte Beschwerden. Es wird immer der ganze Mensch behandelt und auch eine Brustentzündung hat jedesmal unterschiedliche Symptome.

Die homöopathische Behandlung

Nach erfolgter Erstanamnese ist die homöopathische Behandlung eine gute Alternative zur Schulmedizin und viele Beschwerden lassen sich deutlich bessern oder verschwinden ganz. Wichtig ist das richtige Mittel in der richtigen Dosierung zu finden und die Mittel nicht über einen längeren Zeitraum einzunehmen.
Das homöopathische Mittel bringt entweder kurzfristig eine Linderung oder es ist nicht das richtige Mittel. Häufige Wiederholungen in niedrigen Potenzen (z.B. D6 oder D12) führen eher zu weiteren Beschwerden.
Abraten möchte ich von einer „Eugenischen Kur“, hier werden unabhängig von Beschwerden und ohne Erstanamnese in bestimmten Schwangerschaftsmonaten bestimmte Mittel in einer hohen Potenz (C200) eingenommen. Das ist keine klassische Homöopathie und birgt ein erhebliches Risiko.
Bei der hier vorgestellten Behandlungsmethode handelt es sich um ein Verfahren der alternativen Medizin, die zum Teil wissenschaftlich noch nicht anerkannt ist.

Ein frohes neues Jahr 2015

[accordion align=”” numbers=”false” first_one_open=”false”]

Jahresrückblick

Das Jahresende naht und damit ist es Zeit für einen kurzen Jahresrückblick.

Jahresrückblick

Viel ist passiert im Jahr 2014. Viele Patienten haben den Weg neu in meine Praxis gefunden. Einen großen Teil meiner Patienten darf ich bereits über einen langen Zeitraum bei kleinen und großen Beschwerden begleiten.
Viele nutzen meine Telefonsprechstunde – nachdem die Erstanamnese gemacht ist, eine mehr und mehr genutzte Möglichkeit sich bei akuten Beschwerden homöopathische Hilfe zu holen.
Natürlich freue ich mich über jeden Behandlungserfolg, ganz besonders freue ich mich über geglückte Kinderwunschbehandlungen und über gerettete Stillbeziehungen. So durfte ich einige neue Erdenbürger in meiner Praxis begrüßen.
Neben meiner Telefonsprechstunde und den Erstanamnesen – also dem Ablauf in einer klassisch homöopathischen Praxis hat sich der Impfstammtisch zu einer festen Größe in meinem Berufsalltag etabliert.

Ich möchte mich bei allen kleinen und großen Patienten/innen ganz herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken und freue mich, Ihnen auch in 2015 zur Seite zu stehen.

Impfstammtisch

Der Impfstammtisch findet regelmäßig einmal monatlich, jeweils am letzten Dienstag des Monats (Ausnahme ist in den Ferien) von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr statt. Eingeladen sind alle die sich grundstätzlich zum Thema Impfen informieren möchten; Eltern, die vor der Entscheidung stehen ihr Kind impfen zu lassen; Impfgeschädigte oder einfach Interessierte.
Die Teilnahme ist grundsätzlich kostenlos, um Anmeldung wird aber gebeten.

Gesundheitsgutschein 2014

Das Weihnachtsfest 2014 naht und Sie…

..brauchen in Hannover noch ein Weihnachtsgeschenk?

Wie wärs mit einem Gutschein für die Gesundheit Ihrer Liebsten?

Sie können den Gutschein in beliebiger Höhe wählen. Z.B. 60,- €
  • für eine Stunde individuelle Impfberatung
  • für eine Stunde Stillberatung
  • für eine Stunde Beratung vor dem Kauf einer Tragehilfe
  • für eine Stunde Babymassage
  • für eine Stunde Üben und Anlegen von Wickeln
Sie können auch eine Erstanamnese verschenken:
  • 100,-€ für Kinder
  • 150,-€ für Erwachsene
  • ganz oder anteilig.
Rufen Sie mich an oder nehmen Sie per Mail Kontakt auf.

Viel Freude beim Verschenken

Ihre Heilpraktikerin Diana Osterhage

Herbstzeit – Erkältungszeit

Der Herbst ist die Zeit im Jahr, in der es die meisten Erkältungsbeschwerden gibt. In den meisten Fällen lassen sich die Beschwerden gut mit “Hausmitteln” behandeln. Ich gebe Ihnen als Heilpraktikerin wertvolle Tipps:

Welche Möglichkeiten zu behandeln gibt es?

Die typischen Erkältungsbeschwerden sind Husten, Halsschmerzen und Schnupfen. Diese Beschwerden sprechen gut auf verschiedenen Tees an. Wirklich gut helfen verschiedene Wickel. Die meisten sind sich etwas unsicher wie ein Wickel angelegt wird. Es ist weniger Aufwand als die meisten annehmen, ich erkläre Ihnen gerne wie es geht.

[accordion align=”” numbers=”false” first_one_open=”false”]

Husten

Die meisten Erkältungen sind von Husten begleitet. Husten kann es mit oder ohne Auswurf geben. Bei dem sogenannten “produktiven” Husten (also mit Auswurf), ist der Körper bereits dabei die Atemwege von Krankheitserregern zu befreien, in dem er sie in Schleim verpackt und abhustet. Bei diesem Husten ist es wichtig, reichlich zu trinken und den Hustenreiz nicht zu unterdrücken. Es ist wichtig, dass der Schleim abgehustet werden kann. Diesen Prozess können Sie mit schleimlösenden Tees unterstützen.
– Schlüsselblume
– Fenchel
– Anis
– Königskerze
– Efeu
– Sonnentau
– Thymian
Bitte keine schleimhaltige Pflanzen wie Huflattich, Malve, Eibisch benutzen. Aus diesen Pflanzen können Sie sich eine Mischung für den Tee zusammenstellen. Fertige Teemischungen enthalten oft minderwerten Produktionsabfall und damit nicht ausreichend Wirkstoffe oder sind gar gesüßt. Am besten lassen Sie sich im örtlichen Kräuterladen oder in der Apotheke die einzelnen Kräuter abwiegen.

Brustwickel

Zwiebel-Wickel

Bei festsitzendem Husten, gut als Schleimlöser und Husten mit Schnupfen. Für Kinder ab 6 Monaten geeignet. Sie brauchen

– 1-2 Zwiebeln
– Dünnen Baumwollstoff
– Faden
– Heilwolle
– Außentuch (Wickelhemdchen)

Sie schneiden die Zwiebel klein und legen sie auf den Baumwollstoff oder Verbandmull. Sie falten daraus ein kleines Päckchen und binden es mit dem Faden zusammen. In einem umgedrehten Topfdeckel erwärmen Sie das Zwiebelpäckchen auf Körpertemperatur. Bei Kindern ab 1 Jahr können Sie 1-2 Tropfen Lavendelöl (KEIN Lavandin!!) auf die Zwiebel geben. Dieses Päckchen legen Sie auf die Brust des Patienten, bedecken das mit Heilwolle und fixieren das ganze mit dem Außentuch. Diesen Wickel können Sie ca. ½ – 1 Stunde anwenden.

Quark-Wickel

Für Kinder ab ca. 2 Jahren. Bei stark verschleimten Bronchien, Reizhusten und Bronchitis.

Sie brauchen:
– Magerquark
– Verbandmull
– Wickelmaterial (Innen-, Zwischen- und Außentuch)
– Bettschutz
– Wärmflasche

Quark z.B. im Wasserbad auf Körpertemperatur erwärmen. Ca. 5-10mm dick auf das Innentuch streichen und mit einer Lage Verbandmull abdecken (diese Seite kommt auf die Haut) (Ein Küchentuch, auf das Sie den Quarkstreichen und überschlagen geht auch).
Die Quarkfläche sollte so groß sein, dass sie von der Achsel bis zum untersten Rippenbogen reicht.
Das Quarkpaket auf einer Wärmflasche warm halten.

Bettschutz auslegen, das Außentuch ausbreiten (ggf. mit Heilwolle) und das Kind auf das Außentuch legen.
Dann das „Quarkpaket“ auf die Brust legen, das Zwischentuch darüber legen und mit dem Außentuch fixieren.

Sie können den Wickel so lange anwenden, bis der Quark eingetrocknet ist. Sollte ihr Patient vorher bereits anfangen zu frieren, bitte die Anwendung sofort beenden.

Zitronen-Wickel

Für Kinder ab ca. 2 Jahren. Ähnlich wie der Quark-Wickel. Sie brauchen:

– 1 unbehandelte Zitrone und ½ Liter Wasser
– 1 Leinentuch
– Heilwolle, Zwischentuch und Außentuch

½ Zitrone mit eingeritzter Schale in ca. ½ Liter heißem Wasser ausdrücken. Das Innentuch mit dem Zitronenwasser tränken. Das Wickelpaket mit Außentuch und Heilwolle im Bett ausbreiten, der Patient legt sich mit der Brust auf das Wickelpaket. Vorne auf die Brust kommt das „heiße“ Innentuch mit dem Zitronenwasser und alles wickeln und fixieren. Hier müssen Sie schnell arbeiten, damit das Innentuch nicht erkaltet.

Halsschmerzen

Die Schmerzen im Hals sind meist Begleiterscheinung einer Entzündung im Hals-/Rachenbereich. Oft begleitet von geschwollenen Lymphdrüsen oder Tonsillen als Zeichen der Abwehrreaktion des Körpers.

Tees, die hier unterstützen können sind:
– Salbei
– Kamille (hier bei Kindern bitte Vorsicht)
Den Tee können Sie trinken oder damit gurgeln.

Halswickel

Meist wird bei akuten Halsentzündungen, mit Schmerzen und Schluckbeschwerden eher ein kalter Wickel angewendet. Ein guter Indikator für die Frage warme oder kalte Wickel ist der Wunsch nach warmen oder kalten Getränken. Der Patient wählt automatisch, die für ihn richtige Anwendung.
Hat also Ihr Patient Lust auf kalte Getränke, wenden Sie einen kalten Wickel an und umgekehrt. Bei Kindern wird nicht „rundum“ gewickelt sondern nur der Hals von Ohr zu Ohr (die Wirbelsäule bleibt frei).Dieser Wickel ist geeignet für Kinder ab 2 Jahren und Erwachsene. Sie brauchen:

–          Inntuch (doppelte Breite des Halses)
–          Zwischentuch (ggf. Heilwolle)
–          Außentuch (Wolle, Baumwollplüsch, Naturmolton, alles etwas größer als das Innentuch)

Kalter Wickel (wärme entziehend-kühlend)

Das Innentuch doppelt legen in kaltes bis handwarmes Wasser tauchen (je kleiner das Kind, je wärmer das Wasser) und leicht auswringen. Das Tuch sollte nass sein, ohne zu tropfen.Darüber ggf. etwas Heilwolle oder ein Zwischentuch und dann das Außentuch. Am besten legen Sie alles übereinander und legen den Wickel in einem Arbeitsgang an. Der Wickel bleibt ca. 20-45 Minuten am Hals. Sobald der Wickel durchgewärmt ist, nehmen Sie ihn bitte ab. Anschließend noch ca. 1 Stunde mit Schal oder wärmendem Rollkragen „nachwärmen“. Sie können den Wickel ca. 2-3x tgl. anwenden.

Alternativ: Statt des Wassers nehmen Sie Zitronenwasser. Dazu legen Sie eine halbe ungespritzte Zitrone mit eingeritzter Schale in ¼ Liter Wasser und pressen diese unter Wasser aus.

Warmer Wickel (wärmend)

Zur Schleimlösung, bei Heiserkeit und beginnenden Halsschmerzen, wenn warme Getränke angenehm sind. Sie pressen eine halbe Zitrone in ¼ Liter heißes Wasser, tränken das Innentuch darin und wringen es dann kräftig aus. Dann das Innentuch mit Zwischentuch (ggf. Heilwolle) und dem Außentuch um den Hals wickeln. Der Wickel bleibt ca. 5 Minuten am Hals. Danach den Hals mit Schal oder Rollkragen warm halten. Sie können den Wickel ca. 2-3x tgl. anwenden.

Halswickel mit Quark

Dieser Wickel ist intensiver in der Wirkung, also anzuwenden bei sehr starken Halsschmerzen oder wenn der Wickel nur mit Wasser wenig Wirkung zeigt. Bitte nicht bei frierenden Patienten anwenden. Bitte nicht mit Quark aus dem Kühlschrank – eher Zimmertemperatur oder Körpertemperatur

Innentuch (Länge etwa halber Halsumfang):

– streichen Sie den Quark auf das mittlere Drittel des Innentuchs (für Kinder max. 5mm dick, für Erwachsenen 5-10mm dick).
Die Ränder des Tuchs so über dem Quark zusammenschlagen, dass auf einer Seite nur eine Lage Stoff ist. Bei Bedarf erwärmen Sie das Innentuch mit dem Quark z.B. in einem umgedrehten Topfdeckel ein wenig

– Legen Sie das Tuch mit der einen Stoffseite auf den Hals (die Lymphdrüsen müssen mit einbezogen werden, die Wirbelsäule bleibt frei).

Darüber kommt das

Zwischentuch, ggf. etwas Heilwolle und das Außentuch

!! Quark bitte nicht bei Patienten mit Kuhmilchallergie oder Neurodermitis!!

Der 10. April ist der Tag der Homöopathie – Hauptthema Schmerz

Am 10. April ist der jährliche Tag der Homöopathie, dieser Tag wird dem Begründer der Homöopathie Samuel Hahnemann zu seinem Geburtstag gewidmet. Samuel Hahnemann wurde am 10. April 1755 geboren. Anlässlich dazu informiert dieser Blogeintrag über das Thema Homöopathie.

 

[accordion align=”” numbers=”false” first_one_open=”false”]
Samuel Hahnemann hat schon vor etwa 250 Jahren das Konzept der Homöopathie entwickelt. Eine seiner Aussagen ist: „Macht’s nach, aber macht’s genau nach“.Gemeint ist damit, die Homöopathie so anzuwenden, wie es Samuel Hahnemann gelehrt hat. Die klassische Homöopathie orientiert sich an möglichst genau vom Patienten beschriebenen Symptomen – ohne Interpretation des Homöopathen. Viele Therapeuten, die sich Homöopathen nennen, arbeiten nicht klassisch nach Samuel Hahnemann, häufig wird das richtige Mittel ausgependelt, kinesiologisch ausgetestet oder mit Komplexmitteln gearbeitet – das ist keine klassische Homöopathie!
Richtig angewendet kann man mit der klassischen Homöopathie auch schwere Krankheitsverläufe positiv beeinflussen.

Die Weiterentwicklung der Homöopathie besteht für mich darin, weitere neue Mittel zu erschließen, von denen nicht nur die Wirkung der Pflanzen bekannt ist, sondern von denen es gute und umfassende Arzneiprüfungen gibt.
Durch die Arzneiprüfungen erhalten wir eine Fülle an Symptomen und wissen so, welche Beschwerden wir mit den Mitteln behandeln können.

Ich persönlich habe mich für die Homöopathie als Therapiemethode entschieden, weil ich auf der Suche war nach einer Methode, die nicht die immer wieder auftauchenden Symptome behandelt, sondern zu einer tiefgreifenden Heilung in der Lage ist. Neben der chinesischen Medizin, ist dies in meinen Augen nur mit der Homöopathie möglich.

Wo die schulmedizinischen Behandlungen größtenteils einfach als richtig akzeptiert werden, muss die Homöopathie sich gegen viele Kritiker beweisen und ist manchen Menschen sogar noch weitgehend unbekannt. Doch die Homöopathie erzielt in den letzten Jahren immer mehr Erfolge und steigt deswegen auch in der Wahrnehmung und Anerkennung der Bevölkerung. Auch zunehmende Medienberichte, zeigen den Erfolg der Homöopathie. Auch gibt es immer mehr gute Studienergebnisse, die den Erfolg der Homöopathie belegen.
Patienten die zu mir kommen, sind der Homöopathie gegenüber meist aufgeschlossen. Gerne lassen sie sich von mir erklären, wie homöopathische Mittel helfen können und welches Konzept dahinter steht.

Das wichtigste einer Behandlung ist eine ausführliche Erstanamnese. Dabei nehme ich mir ausreichend Zeit Vertrauen zu meinen Patienten aufzubauen und herauszufinden, welche Zusammenhänge es geben kann. Denn aktuelle Krankheitssymptome haben ihren Ursprung meistens schon viel früher. Es ist wichtig, den ganzen Umfang der Erkrankung herauszufinden. Dazu ist wichtig zu wissen, welche Einflüsse es bisher gegeben hat, welche Krankheiten die Patientin hatte und welche Erkrankungen es bei den leiblichen Eltern und Großeltern gegeben hat. Denn neben der eigenen Lebensführung sind es häufig auch Einflüsse früherer Generationen, die auf unsere Gesundheit Einfluss haben.

Schmerz wird in der Homöopathie anders definiert als in der Schulmedizin. Denn das reine verschwinden lassen von Schmerz durch das Einnehmen einer Schmerztablette, wie es in der Schulmedizin praktiziert wird, trägt nicht der Genesung eines Patienten bei. Natürlich wird der Schmerz dadurch vorerst nicht mehr wahrgenommen, aber die Krankheit – also der Auslöser des Schmerzes – ist dennoch nicht verschwunden.
Für die Homöopathie ist es wichtig zu erkennen, wann der Schmerz auftritt, wie er sich anfühlt und was ihn ggf. lindert. Dann kann ich den Schmerz heilen, indem der Mensch gesund wird. Der Schmerz zeigt uns, dass etwas nicht in Ordnung ist – diese Ordnung muss wieder hergestellt werden.

 

Elternstammtisch / Impfstammtisch Hannover

Am 28.01.2014 um 18.30 Uhr findet

der nächste Impfstammtisch statt.

 

Impfen Hannover Sprechstunde

fotolia.com – #58160764 – © S.HarryPhotography

Für die meisten gehört Impfen zu den normalen medizinischen Maßnahmen, doch viele Eltern sind unentschlossen und möchten das Richtige entscheiden, wissen aber nicht so genau, wo sie sich informieren können. Als Heilpraktikerin Hannover fällt mir auf, dass die wenigsten meiner Patienten einen Beipackzettel schon einmal in der Hand gehalten und die Beratung beim Arzt kommt oft zu kurz, weil das Impfen nicht in Frage steht.
 
 
 

Aus diesem Grund habe ich einen “Impfstammtisch” ins Leben gerufen.

Hierzu sind alle Eltern eingeladen, die sich unabhängig über das Thema Impfen und Homöopathie informieren und austauschen möchten. Wir sprechen über die Krankheiten gegen die geimpft werden kann, über die Inhaltsstoffe der Impfungen und deren mögliche Nebenwirkungen und über die Erfahrungen der Einzelnen. Jeder ist herzlich eingeladen, ob geimpft oder ungeimpft, entschlossen oder unentschlossen. Der Stammtisch findet regelmäßig einmal im Monat statt.

Fieber natürlich behandeln

Es ist immer noch Erkältungszeit und auch hier weiß sich der Körper selbst gut zu helfen.

Fieber – warum entsteht es?

Sind zu viele Krankheitserreger im Körper vorhanden, entsteht Fieber. Die meisten Krankheitserreger sind thermolabil, d.h. sie reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen. Es ist somit in den allermeisten Fällen nicht sinnvoll das Fieber zu senken.
Ein gesunder Körper kann das Fieber so hoch werden lassen, wie es nötig ist, kann das Fieber dann in der Höhe begrenzen und halten und kann auch wieder sanft entfiebern. Die meisten Eltern sind in der richtigen Behandlung des Fiebers unsicher und deshalb möchte ich hier etwas über einen typischen Fieberverlauf schreiben und wenn man das Fieber behandeln möchte, wann das sinnvoll ist.

Fieberphasen

Sind die Extremitäten (also Hände und Füße) kalt, steigt das Fieber noch weiter an, egal wie hoch die Temperatur schon ist. In dieser Phase hat der Patient meist weder Hunger noch Durst. Manche Patienten übergeben sich gar, um den Körper nicht mit Verdauungsarbeit zu belasten. In dieser Phase ist es hilfreich den Körper dabei zu unterstützen die Temperatur zu erhöhen. Man kann jetzt den Patienten warm zu decken und ggf. mit einer Wärmflasche unterstützen. Ist die benötigte Temperatur erreicht (die Höhe variiert von Patient zu Patient und von Erkrankung zu Erkrankung) werden die Extremitäten wieder warm und der Körper kann so die Temperatur regulieren. Manche fangen in dieser Phase an zu schwitzen, oft kommt dann der Durst zurück, vielleicht hat der Patient sogar wieder Appetit. Jetzt sollte der Patient nicht mehr warm zugedeckt sein, ggf. kann man jetzt mit Wadenwickeln unterstützen.

Die Entscheidung ob man den fiebernden Patienten behandeln sollte oder nicht hängt vor allem vom Zustand des Patienten ab, weniger von der Höhe des Fiebers. Manche leiden schon sehr bei Temperaturen von 38,5 Grad, andere, vor allem Kinder, spielen noch mit 39,5 Grad und brauchen keine Behandlung. Wenn man das Fieber behandeln möchte, ist es sinnvoll das mit dem Fieberverlauf zu tun. Sprich, sind die Extremitäten kalt, sollte das Fieber nicht gesenkt werden. Auch Wadenwickel sind in dieser Phase eher eine Belastung für den Körper.

Natürliche Methoden der Fieberbehandlung senken das Fieber nicht um mehrere Grad. Vielmehr geht es darum, den Patienten zu stärken, so dass er gut mit dem Fieber umgehen kann. Nach der Gabe von homöopathischen Behandlungen kann es gar sein, dass das Fieber sogar kurzfristig noch etwas steigt, um dann in eine erträglichere Temperatur zu sinken.

Wird das Fieber mit schulmedizinischen Mitteln gesenkt, ist das Ergebnis oft, dass die Erkrankung länger dauert oder gar verschleppt wird. Weil das Fieber in einem Bereich gehalten wird, der für die Erreger nicht ausreichend hoch ist, so dass die Erreger nicht zerstört werden. Versucht der Körper trotzdem ein ausreichend hohes Fieber zu erzeugen und muss gegen den Fiebersenker arbeiten kann es zu Komplikationen kommen. Zu Vorsicht ist auch bei homöopathischen Fieberzäpfchen geraten. Ist in diesen Mitteln Belladonna in einer tiefen Potenz enthalten (meist D2), besteht die Gefahr eines Fieberkrampfes. Wenn die Behandlung homöopathisch erfolgt, dann am besten mit gut gewählten Einzelmitteln.